Die Familien Dillert in Deutschland

Die Verbreitung des Familiennamens Dillert

Deutschland im 20. Jahrhundert

Am 16.1.1888 wurde in Cardemin (1892: Regierungsbezirk Greifenburg i.P., Landgericht Regenwalde) August Dillert geboren. Im 1. Weltkrieg diente er als Grenadier im Colbergschen Grenadier-Regiments Graf Gneisenau (2. Pommersches) Nr. 9, das vor dem Krieg in Stargard (Pommern) stationiert war. Er wurde seit dem 7.10.1914 bei Les Loges vermisst und durch U. d. A.-G. Greifenberg für tot erklärt.1

Ebenfalls im 1.Weltkrieg fiel nach der Gedenktafel für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in der St. Marienkirche in Bergen (Landkreis Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) der Gefreite Rich. Dillert.2 Noch 1937 lebte die Witwe Antonie Dillert in Bergen auf Rügen.3

Im Jahr 1936 sind mehrere Namensträger in Stettin nachweisbar (Tabelle 1).

Tabelle 1. Namensträger in Stettin 1936.4

Name Beruf Wohnsitz
Albert Dillert Landarbeiter Zabelsdorfer Strasse 9
Albert Dillert Zimmermann Sonnenweg 7
Julius Dillert Arbeiter Apfelallee 30a
Julius Dillert Arbeiter Apfelallee 68
Willi Dillert Zimmermann Mittwochstrasse 8

1940 starb dort Emma Ida Louise Dillert (* 1882).5

Um die Wende zum 20. Jahrhundert lebte im Kreis Regenwalde die Familie Friedrich Wilhelm Ludwig Dillert (Tabelle 2).

Tabelle 2. Die Familie Friedrich Wilhelm Ludwig Dillert.

Friedrich Wilhelm Ludwig Dillert
? 1860 - 1942 Obernhagen, Kr. Regenwalde, ?
Anna Friederika …, geb.Braun
? - 1945 Obernhagen, Kr. Regenwalde (Flucht).










Grete Dillert
Martha Dillert
Gustav Dillert
Richard Carl Hermann Dillert
Kummerow 1900 - 1936 Naugard, 1922 (Hoffelde / Roggow-A)
Martha Marie Auguste
geb.Voß
Hoffelde 1895 - 1971 Oldenburg/ Holstein; 4 Kinder.

Karte zur Ausbreitung einiger Nachfahren des Friedrich Wilhelm Ludwig DillertUm 1900 lebte Friedrich Wilhelm Ludwig Dillert mit seiner Ehefrau Anna Friederika Carolina, geb. Braun, in Kummerow (Kr. Regenwalde, Pommern). Später zog das Ehepaar nach Obernhagen ( Kr. Regenwalde, Pommern), wo sie auch verstarben. Vielleicht war Friedrich Wilhelm Ludwig Dillert in Kummerow auf dem Gut der Grafen von Perponcher und in Obernhagen auf dem Gut des Paul Protzen (als Forstmann?) tätig.6

Ein Sohn des Paares, Richard Carl Hermann Dillert, wurde 1900 in Kummerow geboren. Er lebte später mit seiner Familie in Naugard (Kr. Naugard, Pommern) wo er 1931 als Zimmermann nachweisbar ist.7,8 Seine Witwe Martha und ihre Kinder verliessen 1945 Pommern und gingen nach Oldenburg/Holstein.

Drei Töchter wohnten bis zu ihren Tod in und bei Oldenburg; der einzige Sohn lebte zuletzt in Schleswig.

Die Enkel und Urenkel leben heute in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.

Die Umzugsbewegungen von Mitgliedern dieser Familie seit 1945 sind in nebenstehender Abbildung zusammengefasst.

Weitere Kinder des Ehepaares Friedrich Wilhelm Ludwig und Anna Friederika Carolina Dillert sollen bei Kassel, in Görlitz und im Saarland (Gustav Dillert ) gelebt haben.

1 Johannes Hansch und Dr. Fritz Weidling, Das Colbergsche Grenadier-Regiment Graf Gneisenau (2. Pommersches) Nr. 9 im Weltkriege 1914-1918. Oldenburg i. O. – Berlin: 1929; zitiert nach
www.denkmalprojekt.org/Verlustlisten/vl_colbergsches_gren_reg_gneisenau_wk1.htm (10.10.2006).
Am 7.10.1914 Sturm der 3. Infanterie-Division auf Les Loges (www.1914-18.info; 10.10.2006).

3 Rügen. Deutschlands grösste und schönste Bäder-Insel. Kreis- und Bäder-Adreßbuch. Zusammengestellt auf Grund amtlicher Unterlagen. Stralsund: Pommerscher Zeitungsverlag, 1937; zitiert nach www.pommerndatenbank.de (1.1.2010).

4 Stettiner Adreßbuch (Stettin und Umgebung) für das Jahr 1937. Unter Benutzung amtlicher Quellen. Beilage: Neuester Plan von Stettin und Umgebung. Stettin: Scherl, 1936; zitiert nach www.pommerndatenbank.de (1.1.2010).

5 www.ancestry.com (1.1.2010).

6 ...

7 Adreßbuch des gesamten Kreises Naugard (Pom.). Enth. d. Bevölkerung d. Städte u. d. Dörfer d. Kreises Naugard auf Grund amtl. Quellen bearbeitet. Ausg. 1931. Naugard: Naugarder Kreisdruckerei, 1931; zitiert nach www.pommerndatenbank.de (1.1.2010). — Gemäss dieser Quelle lebte die Famile im Haus Dabersche Strasse 11.
Die „Zimmerer-Witwe“ Martha Dillertlebte 1937 Schuhstrasse 3. — Anschriftenbuch des gesamten Kreises Naugard. Enthaltend die Bevölkerung der Städte und der Dörfer des Kreises Naugard. Auf Grund amtlicher Quellen bearbeitet. Ausgabe 1937. Stettin: von Hunnius, 1937; zitiert nach www.pommerndatenbank.de (1.1.2010).
Das Amtliches Adreßbuch der Städte des Kreises Naugard (Pommern) : auf Grund amtlicher Quellen bearbeitet. Königsberg : Phönix-Verl., 1925-; Ausg. 1.1925/26[?] wurde bislang nicht ausgewertet.

8 Im Kreis Naugard ist vor 1876 keine Familie Dillert nachweisbar. Siehe:
• Franz Schubert, Hinterpommern: Trauregister vor 1876. I. Kreis Naugard [Quellen und Schriften zur Bevölkerungsgeschichte Norddeutschlands]. Göttingen: Selbstverlag 1993 - 1996.
Lieferung 1: Stadt Naugard mit Langkavel und Minten 1795 - 1876.
Lieferung 2: Parochien Barfussdorf - Gross Benz - Breitenfelde - Daber - Falkenberg und Friedrichswalde um 1820 - 1874.
Lieferung 3: Stadt Gollnow mit Militärgemeinde, Hakenwalde und Kattenhof.
Lieferung 4: Lübzin, Rörchen u.a..

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